Am 05 – 06. November 2026 findet der 8. Bremer Freizeitkongress statt. Im Fokus steht die Frage, wie Freizeit- und Tourismuspraxen zur Veränderung von Räumen beitragen, welche neuen Strukturen und Bedeutungen dabei entstehen und wie sich diese Prozesse analysieren und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten lassen.
Zielsetzung
Der Bremer Freizeitkongress versteht Freizeitwissenschaft als interdisziplinäre Spektrumswissenschaft. Er bringt Perspektiven aus Tourismusforschung, Geographie, Raumplanung, Management, Architektur sowie Kultur- und Sozialwissenschaften zusammen, um aktuelle Entwicklungen der räumlichen Organisation von Freizeit und Tourismus im Kontext einer nachhaltigen Transformation zu diskutieren.
Themencluster und mögliche Perspektiven
I. Neue Raumformate: Zwischen physischer Präsenz und digitaler Erweiterung
- Digitale Plattformen, Events und neue Formate verändern, wie Orte erlebt, genutzt und miteinander verbunden werden
- Räume entwickeln sich weiter – etwa zwischen Aufenthalt, Kommunikation, Arbeit und Freizeit
- Neue Anforderungen an Gestaltung, Inszenierung sowie Vermittlungs- und Aneignungsprozesse entstehen
II. Räume unter Druck: Aushandlung, Steuerung und Entwicklung
- Phänomene wie Overtourism und Crowding verweisen auf Nutzungskonflikte und machen räumliche Aushandlungsprozesse sichtbar
- Wohnraum, öffentliche Räume, Naturflächen und touristische Infrastrukturen werden neu bewertet und weiterentwickelt
- Planung, Steuerung sowie Formen der Lenkung, Kommunikation und sensiblen Vermittlung gewinnen an Bedeutung
III. Orte der Gesellschaft – Räume der Freizeit
- Orte wie Kirchen, Friedhöfe oder Infrastrukturen des Alltags werden zu neuen Räumen der Freizeit und Begegnung
- Wohnortnahe Angebote, Quartiersentwicklung und lokale Kultur verändern die Rolle von Freizeit im Alltag und eröffnen neue Lern- und Erfahrungsräume
- Zwischen Alltag und Auszeit entstehen neue Formen von Nähe, Rückzug, Gemeinschaft und individueller Sinnstiftung
- Sehnsucht, Eskapismus und das Bedürfnis nach „anderen Orten“ prägen Gestaltung und Wahrnehmung von Freizeit- und Tourismusräumen
Call for Papers
Beiträge für die Veranstaltung können bis zum 14. August 2026 in deutscher und englischer Sprache eingereicht werden. Über die Annahme wird bis zum 4. September 2026 informiert.
Präsentationen sollten eine Dauer von ca. 20 bis 30 Minuten haben. Hierfür bitten wir um einen Abstract von ca. 300 Wörtern.
Anmeldung
Prof. Dr. Renate Freericks, Dr. Michael Pries
Internationaler Studiengang
Angewandte Freizeitwissenschaft
Neustadtswall 30, D-28199 Bremen
T. 0421 5905 3733
freizeitkongress@hs-bremen.de
Weitere Informationen finden sie hier.