Fachtagung: Analysen, Perspektiven, Projekte
5. und 6. November 2026 (Donnerstag und Freitag) · Hochschule Bremen
Thema · Donnerstag · Freitag · Information und Anmeldung
Orte und Räume in Freizeit und Tourismus neu denken
Freizeit und Tourismus finden an Orten und in Räumen statt – doch diese sind weit mehr als eine bloße physische Kulisse. Räume entstehen auch dadurch, wie Menschen sie wahrnehmen und erleben, wie sie sich Orte aneignen und nutzen, wie sie sich durch sie bewegen und welche Bedeutungen sie ihnen geben.
Der 8. Bremer Freizeitkongress nimmt diese unterschiedlichen Perspektiven zum Ausgangspunkt. Er fragt danach, wie aus Orten Räume werden, wie bestehende Räume neu genutzt und gestaltet werden und wer darüber mitentscheidet. Dabei geht es um inklusive und zugängliche Räume ebenso wie um neue Nutzungen bestehender Orte, um Bewegung und touristische Erlebnisräume, um Dritte Orte und Begegnung sowie um unterschiedliche Interessen, Nutzungskonflikte und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse.
In den wissenschaftlichen Beiträgen und Praxisbeispielen sowie in gemeinsamen Diskussionen treffen Perspektiven aus Freizeit und Tourismus, Wissenschaft und Praxis aufeinander. Der Kongress versteht sich dabei nicht nur als Ort der Präsentation, sondern als Raum für Austausch: Wie wollen wir Freizeit- und Tourismusräume künftig wahrnehmen, nutzen und gestalten – und für wen?
Der Bremer Freizeitkongress knüpft damit an ein interdisziplinäres Verständnis von Freizeitwissenschaft an und bringt unterschiedliche fachliche Perspektiven miteinander ins Gespräch. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen sichtbar zu machen, neue Verbindungen herzustellen und Impulse für die zukünftige Gestaltung von Freizeit und Tourismus zu geben.
Donnerstag, 5. November
9:00 Anmeldung der Kongressteilnehmer:innen
10:00 Begrüßung
Daniel Engelbrecht, Kanzler der Hochschule Bremen
Daniel Karsch, IHK für Bremen und Bremerhaven (angefragt)
Prof. Dr. Renate Freericks, Leiterin des Internationalen Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft
10:30 Dr. Michael Pries, Hochschule Bremen
Einführung und Ausblick auf den Kongressablauf
10:45 Prof. Ulrike Mansfeld, Hochschule Bremen
Fakultät Architektur, Bau und Umwelt
Raum – und wie wir ihn gestalten, befüllen und wahrnehmen
11:30 Kaffeepause
11:45 Uhr, parallele Sessions
Session I: „Wer macht den Raum? – Wahrnehmung, Wohlbefinden, Teilhabe“
Moderation: Prof. Dr. Renate Freericks
- Hannah Woköck, Hochschule Bremen
Neurodiversität als Perspektive für die Gestaltung inklusiver Freizeit- und Tourismusräume - Kristin Besser, Hochschule Bremen
Science Center als Wohlfühlorte? Empirische Befunde aus dem Universum® Bremen zu Raumwahrnehmung und Wohlbefinden - Dr. Josefa Much, Universität Rostock
Zwischen Rückzug und Gemeinschaft: Räume im Comic als Gegenstand freizeit- und medienpädagogischer Reflexion
Session II: „Wem gehört der Ort? – Aneignung zwischen Planung und Alltag“
Moderation: Dr. Michael Pries
- Lea Malin Färber, Hochschule Bremen
Freizeitinfrastruktur in Bremerhaven – Wahrnehmung und Bewertung im Kontext der Stadtattraktivität und Lebensqualität aus Sicht junger Bremerhavener:innen - Luca Buschmeier, Hochschule Bremen
Friedhöfe als Freizeit- und Erholungsräume im urbanen Raum – eine empirische Fallstudie des Riensberger Friedhofs in Bremen - Prof. Dr. Carsten Rensinghoff, DIPLOMA Hochschule Bückeburg
Tourismus für Menschen mit Behinderung attraktiv gestalten
13:15 Mittagspause
14:15 Uhr, parallele Sessions
Session III: „Mehr Raum ohne mehr Raum? – Umnutzen, teilen, weiterdenken“
Moderation: Julia Staufenbiel
- Dr. Dieter Brinkmann, Prof. Dr. Renate Freericks, Hochschule Bremen
Erschließung des Raums durch mobile Lern-Erlebnisstationen – Erkenntnisse und Perspektiven aus dem Projekt MOBILE - Ralf Ebert, STADTart Dortmund
Mehrfachnutzung von Orten, Räumen und Einrichtungen: Einordnung, Beispiele und Einschätzung aus Sicht der Stadtplanung - Andreas Friedrich, Hochschule Bremen
Kirchengebäude als neue Dritte Orte nutzen? – Dos and Don’ts am Beispiel der Kreuzkirche Bremerhaven
Session IV: „Unterwegs sein – Wenn Bewegung selbst zum Raum wird“
Moderation: Prof. Dr. Gina Wagener
- Prof. Dr. Rainer Hartmann, Hochschule Bremen
Fahrradreisen als Facetten der Freizeitkultur – Motive des Radreisens aus theoretischer und empirischer Sicht - Prof. Dr. Steffen Spiegel, IU Internationale Hochschule, Campus Bremen
Blue Spaces im Binnenland: Motorboottourismus zwischen räumlicher Transformation und nachhaltiger Destinationsentwicklung - Susanne Brandt, Bildungsreferentin, Lübeck
„Grüne Himmelswiege vor Augen“ – Kreativ-literarische Spaziergänge auf einem alten Parkfriedhof
15:45 Kaffeepause
16:15 Julia Sagasser, Referentin für Kulturpolitik
Deutscher Städte- und Gemeindebund, Berlin
Kulturorte im Wandel – wie Kommunen Räume für Begegnung und Teilhabe sichern
16:45 Tagesbilanz und Ausblick auf Tag 2
17:00 Ende des 1. Kongresstages
18:30 Abendevent
Freitag, 6. November
9:00 Begrüßung
9:15 Prof. Dr. Jürgen Schwark, Westfälische Hochschule – Bocholt
Monument und Marge: Umstrittene Freizeit-Großprojekte und ihre Durchsetzungsstrategien
10:00 Uhr, parallele Sessions
Session V: „Wo Begegnung Raum bekommt – Idee und Gestaltung Dritter Orte“
Moderation: Dr. Dieter Brinkmann
- N.N. (angefragt)
Die Idee des Dritten Ortes - Anneke Richter, Katrin Schramm, heimatBEWEGEN, Ballenstedt
Vom Leerstand zum Möglichkeitsraum – Die transformative Kraft des Raumes: Resonanz, Freizeit und Beteiligung im ländlichen Raum - Finja Peters, Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien
Die Arberger Mühle als Ort der Gesellschaft: Vom Kulturdenkmal zum inklusiven Begegnungsraum
Session VI: „Wer steuert den Erlebnisraum? – Zwischen Gestaltung und Nutzung“
Moderation: Prof. Dr. Gina Wagener
- Maik Zießnitz, PROJECT M GmbH, Hamburg
Wer steuert den Erlebnisraum? Akteure und Schnittstellen, die das urbane Erlebnis formen - Dr. Elena Fischer, WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
BremenPay: Instrument zur Förderung eines nachhaltigen Freizeit- und Reiseverhaltens im Städtetourismus - Prof. Dr. Jens Rüdiger, IU Internationale Hochschule, Mannheim
Zwischen Erlebnis, Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Generation Z als Zielgruppe im Wassertourismus
11:30 Kaffeepause
12:00 Uhr, Session VII
Session VII: „Wessen Raum? – Nutzungskonflikte, Akzeptanz und Grenzen“
Moderation: Prof. Dr. Rainer Hartmann
- Clara Raber, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Wertschöpfung trifft Werte? Die Special Olympics im Saarland als temporärer Raum gelebter Inklusion - Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Sven Krüßel, Deutsches Institut für Tourismusforschung, FH Westküste
Räume im Wandel? Der Zusammenhang zwischen touristischer Intensität, wahrgenommener Veränderung und Tourismusakzeptanz - Gesa Witt, Universität Vechta
Nachhaltige Gesellschaft-Umwelt-Beziehungen auf den Ostfriesischen Inseln und ihre Bedeutung für die Verminderung tourismusinduzierter Nutzungskonflikte
13:30 Kongressbilanz und Schlusswort
13:45 Ende der Tagung
14:30 Sitzung der Kommission pädagogische Freizeitforschung der DGfE
Information und Anmeldung
Kontakt
Dr. Michael Pries
Hochschule Bremen
Internationaler Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft
Neustadtswall 30, D-28199 Bremen
Tel. +(0)421-59 05-37 33
Online: www.freizeitkongress.de
E-Mail: freizeitkongress@hs-bremen.de
Teilnahmegebühren inkl. Abendevent
- Mitglied Komm. päd. Freizeitforschung / AKTF / DGT / IFKA e.V.: 140 €
- Nicht-Mitglied: 170 €
- Studierende: 40 €
Bankverbindung
IFKA e.V. · Stichwort: Bremer Freizeitkongress
Sparkasse Bremen
BLZ 29050101 · Konto-Nr. 1124007
IBAN: DE63 2905 0101 0001 1240 07
BIC: SBREDE22
Veranstaltungsort
Hochschule Bremen, Standort Neustadtswall
Neustadtswall 30, AB-Gebäude
Staffelgeschoss 10. Stock, Haupteingang
28199 Bremen
Anreise
Vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Hochschule Bremen“:
Straßenbahnlinien 1/8 Richtung Huchting
Buslinien 26/27 Richtung Huckelriede
Unterkünfte
Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter www.bremen-tourismus.de.
Veranstalter: Internationaler Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft (ISAF) an der Hochschule Bremen in Kooperation mit: Kommission „Pädagogische Freizeitforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und Institut für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit e.V. (IFKA). Gefördert von der Wolfgang-Ritter-Stiftung.