Simona
Bei der Kieler Woche im Praxissemester
Für mein 18-wöchiges Praxissemester wollte ich gerne zurück in meine Heimat nach Kiel. Durch Zufall entdeckte ich, Simona Drescher, schon früh eine Ausschreibung für Praktikumsstellen im Kieler-Woche-Büro und warf sofort alle anderen Ideen über Bord. Die Möglichkeit, die Kieler Woche mit zu organisieren und dabei hinter die Kulissen einer so einzigartigen Großveranstaltung zu schauen, die ich schon von klein auf jedes Jahr besuchte, hatte sofort mein Interesse geweckt. Also bewarb ich mich bereits über ein Jahr vor Praktikumsbeginn und war sehr glücklich, dass nach wenigen Wochen bereits alles fest vereinbart war.
Nach etwa einem Jahr Vorfreude war es dann soweit und am 17.02.2025 begann meine Zeit im Kieler-Woche-Büro. Dieses gehört zur Stadt Kiel, sodass mein Arbeitsplatz nun im alten Rathaus der Stadt war. Ich fühlte mich sowohl im Büro als auch im Team sofort sehr wohl. Da letzteres jedes Jahr vor der Kieler Woche nahezu verdoppelt wird, waren wir viele Neue im Team und konnten uns gemeinsam in die Arbeit einfinden. Nach meiner Einarbeitung habe ich schnell eigene Projekte übertragen bekommen, so dass ich eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten durfte, was mir sehr gefallen hat.

Die Projekte, an denen ich schwerpunktmäßig gearbeitet habe, waren die Windjammer-Segelparade, die Betreuung der Traditionsschiffe und die Charity-Aktion „Sport für Kids“, bei der vor, während und nach der Kieler Woche Spendenarmbänder im jährlichen Kieler-Woche-Design für den guten Zweck verkauft werden. Gerade weil ich mit den maritimen Aspekten der Veranstaltung in den letzten Jahren als Besucherin eher weniger zu tun hatte, fand ich es spannend, jetzt voll involviert zu sein und diese Seite der Kieler Woche besser kennenzulernen. Hierbei habe ich Abläufe, Locations, Einladungen und Gäste geplant, Promoter*innen betreut, Geschenke vorbereitet und vieles mehr. Sehr gut gefallen hat mir, dass immer wieder die Möglichkeit bestand, auch andere spannende Bereiche kennenzulernen. So hatte ich schon während der Vorbereitung der Kieler Woche die Möglichkeit, Auswärtstermine wie beispielsweise zwei Handballspiele des THW Kiel zu begleiten, bei denen wir unsere Kieler-Woche-Charity-Aktion promotet haben, oder bei Pressekonferenzen dabei zu sein.
Das eigentliche Highlight des Praktikums war dann aber natürlich die Kieler Woche selbst vom 21.-29.06.2025. Zum einen die Ergebnisse der monatelang vorbereiteten Projekte zu sehen, aber auch die vielen einzigartigen Blicke hinter die Kulissen, Einladungen auf besondere Veranstaltungen und Backstage-Momente haben mir unglaublich gut gefallen! Neun Tage lang blüht die Stadt komplett auf, überall ist etwas los und die Leute genießen den Sommer, die Musik und den Trubel. Zu sehen, wie erfolgreich und positiv die gesamte Veranstaltung abgelaufen ist, war ein toller Abschluss meines Praktikums. Ich hatte eine wundervolle Zeit im Kieler-Woche-Büro, würde mein Praktikum immer wieder hier machen und kann es absolut weiterempfehlen!

Die Windjammer-Segelparade vereint Traditionssegler und Sportboote zu einem gemeinschaftlichen, einzigartigen Bild auf der Förde.
Am 28. Juni 2025 startete die Windjammer-Segelparade von den Wartepositionen im Hafen nordwärts in Richtung See. Das Führungsschiff der Parade war die „Gorch Fock“, gefolgt von der Alexander v. Humboldt II.
170.000 Besucher*innen schauten sich das Spektakel auf der Kieler Förde an.
Lisa
Im WS 24/25 bei Marketing und Tourismus Konstanz im Praxissemester
Grüß Gott und willkommen in Konschtanz! So wurde ich, Lisa Albrecht, an meinem ersten Arbeitstag bei der Marketing und Tourismus Konstanz (MTK), begrüßt. Umgeben von einer neuen Umgebung am anderen Ende Deutschlands absolvierte ich im Wintersemester 2024/2025 mein Praktikum am schönen Bodensee. Die MTK ist untergliedert in die Bereiche Tourismus, PR und Projektmanagement, in dem ich meine Zeit verbrachte.

Bevor ich mein Praktikum begann, konnte ich nicht einschätzen, was mich bei der MTK im Projektmanagement erwarten würde. Schon in meiner ersten Woche wurde ich in die Veranstaltungswelt geworfen und half bei meinem ersten Event, dem grenzüberschreitenden Kinderfest, mit. Ausgestattet mit Funkgerät und Ordnerausweis galt es für mich, den Gästen bei Fragen zur Verfügung zu stehen und die Teilnehmenden bei unserem Bastelwettbewerb zu unterstützen. Während meiner Zeit im Süden durfte ich bei diversen Events mithelfen und in die verschiedenen Facetten der Veranstaltungswelt eintauchen. Schon nach ein paar Tagen hatte ich mich im Team eingelebt und wurde schnell von der Projektassistenz zur Projektleitung meiner eigenen Projekte befördert. Ziemlich schnell hieß es dann auch, mein eigenes Projekt, die Neubürger:innen-Rallye, vorzubereiten. Die Neubürger:innen-Rallye ist eine Veranstaltung für Neuzugezogene, bei der das Ziel darin liegt, die Teilnehmenden in der Stadt zu begrüßen, neue Leute kennenzulernen und die Stadt zu erkunden. Mein Teilprojekt gab mir die Möglichkeit, mein Wissen und Können eigenverantwortlich auszuprobieren, und diese Veranstaltung zählt auf jeden Fall zu einem meiner Highlights in der Praktikumszeit, für die ich sehr dankbar bin.
Während meiner Zeit im Praktikum hatte ich die Chance, bei verschiedenen Projekten dabei zu sein, von der Stadtdekoration über den Nightlife-Flyer, meine eigenen Projekte, die Neubürger:innen-Rallye und den Konstanzer Wunschbaum bis zum Catering des grenzüberschreitenden 24h-Flohmarkts Konstanz/Kreuzlingen 2025.
Das Praxissemester gab mir eine berufliche Perspektive, und die Entscheidung, mein Praktikum in Konstanz zu machen, würde ich immer wieder treffen. Nicht nur hatte ich das Glück, in einem tollen, kommunikativen Team zu arbeiten, das mein Praktikum zu einer großartigen Erfahrung in der Arbeitswelt gestaltete, sondern ich lernte auch die verschiedenen Facetten des Marketings in Verbindung mit einer Stadt kennen. Während meiner Zeit fühlte ich mich wie ein geschätztes Mitglied des Teams, dem Verantwortung und Vertrauen übertragen wurden, und nicht wie ein typischer Praktikant, weshalb mir das Praktikum immer in schöner Erinnerung bleiben wird.

Jan-Malte
Beim Nationalpark-Feuerschiff Borkumriff im Praxissemester
Ideen, wo ich, Jan-Malte Paatz, mein Praxissemester machen könnte, hatte ich viele. Vielleicht im Kulturbereich, in der Erlebnispädagogik, oder doch woanders? Es musste eine Entscheidung her. Schließlich bin ich auf das Umweltpraktikum gestoßen, das Einblicke in die Arbeit der deutschen Nationalparks und Biosphärenreservate bietet. Mich interessierte eine Stelle im Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald. Hier hatte ich mich beworben und eine Zusage erhalten. Wie das Leben manchmal so spielt, bin ich am Ende aber doch woanders gelandet! Auf einem Schiff, nicht allzu weit entfernt von Bremen: Das „Nationalpark-Feuerschiff Borkumriff“.
Das Feuerschiff liegt im Schutzhafen der ostfriesischen Insel Borkum und ist das einzige Nationalpark-Schiff Deutschlands. Gleichzeitig ist es Traditionsschiff und technisches Kulturdenkmal. Auf dem Schiff gibt es nicht nur eine Ausstellung, es war außerdem meine Unterkunft während der Praktikumszeit von Mai bis Oktober 2025. Ein bisschen wie im Film „Nachts im Museum“ habe ich mich gefühlt, nur dass die Exponate nicht zum Leben erwacht sind.

Das Leben auf dem Schiff war abenteuerlich und hatte seinen eigenen Charm: Meerblick, Schwalben an Bord, viel Platz, immer etwas in Bewegung und hier und da ein Knarzen und Ruckeln. Es war schon etwas Besonderes auf dem Schiff zu wohnen. Zwischendurch konnte es aber auch bedrückend werden, durch die niedrigen Decken und die schmalen Gänge. Ein weiterer Kompromiss war die Privatsphäre. Auch wenn ich nicht arbeitete, waren meist Besucher an Bord, die sich die Ausstellung anschauten oder Mitglieder des Feuerschiff Fördervereins, die irgendetwas an Bord machten oder suchten. Für knapp fünf Monate jedoch machbar, nichts womit ich mich nicht arrangieren könnte. Am Ende habe ich mich allerdings trotzdem darauf gefreut, wieder Zu Hause zu sein.
Meine Aufgaben während des Praktikums lagen vor allem in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Hauptsächlich habe ich für verschiedene Gruppen Schiffsführungen durch die Ausstellung gegeben und Gäste im Empfangsbereich betreut. Aber auch naturkundliche Führungen über Strand, Düne oder Salzwiese habe ich begleitet und im Rahmen meines Teilprojektes eine barrierefreie Führung konzipiert. Nebenbei habe ich einiges über maritime Themen und die Schifffahrt gelernt, da ich an Bord viel Kontakt zum Schiffstechniker und Mitgliedern des Fördervereines hatte.
Mein persönliches Highlight war ein seltenes Naturschauspiel, das ich in einer lauen Sommernacht am Südstrand der Insel erleben durfte: Das Meeresleuchten! Bei diesem Phänomen werden winzige, einzellige Organismen durch Wasserbewegungen im Meer zum Leuchten gebracht.
